Die richtige Kultur von Dionaea (Venusfliegenfalle)


Venusfliegenfalle
D. muscipula ' Predator '

Dionaea muscipula, die Venusfliegenfalle, stammt aus North und South Carolina (USA). Sie wächst dort an sumpfigen, sonnigen Standorten bei Temperaturen zwischen -10°C im Winter und bis zu +40°C im Sommer. Obwohl es mittlerweile ein Vielzahl verschiedenartiger Formen gibt, handelt es sich immer um ein und die selbe Art. Wenn man ein paar grundlegende Dinge beachtet, ist die erfolgreiche Kultur dieser Gattung sehr einfach.

 

Kulturtipps:

 

An das Substrat stellt Dionaea keine besonderen Ansprüche. Wir haben gute Erfahrugnen mit einem einfachen Torf - Perlite - Quarzsandgemisch im Verhältnis 3:1:1 gemacht. Eine Kultur in reinem Weißtorf ist ebenso möglich.

Die Pflanzen mögen es dauerhaft feucht, es bietet sich daher zur Bewässerung das Anstauverfahren an. Dabei stehen die Töpfe ca. 1-2 cm tief im Wasser. Durch diese Bewässerungsmethode spart man einiges an Zeit, besonders, wenn die Größe der eigenen Sammlung zunimmt. Eine ganzjährige Pflanzung ins Moorbeet ist genauso möglich und noch bequemer!

Dionaea ist sehr lichthungrig und sollte unbedingt in voller Sonne stehen. Da die Pflanzen weniger empfindlich gegen Hitze im Wurzelbereich sind als Cephalotus oder Darlingtonia, genügen Plastiktöpfe zur Kultur.

Steigen die Außentemperaturen auf über 35°C, sollten die Töpfe dennoch vor direkter Sonne geschützt werden, da sich das Substrat samt Wurzeln unter diesen Bedingungen schnell auf bis zu 50°C aufheizt und dabei selbst Dionaea Schaden nehmen kann. Im ungünstigsten Fall sterben die Blätter oberirdisch ab und treiben anschließend wieder aus dem Rizom neu aus.

 

Auch die Venusfliegenfalle stammt aus einer temperierten Klimazone und benötigt somit eine Winterruhe bei 0-10°C. Werden die Pflanzen das ganze Jahr hindurch warm durchkultiviert, schwächt dies die Pflanzen zunehmend und führt bisweilen zum kompletten Absterben. Auch wir Menschen brauchen unseren Schlaf, um gesund und fit zu bleiben!

Stellen Sie die Pflanzen dafür an einen kühlen Ort. Sinken die Temperaturen unter ca. 10°C, so benötigen die Pflanzen kein Licht mehr und können ohne weiteres auch im dunklen Keller oder Gartenschuppen stehen.

Bei diesen Temperaturen kommt die Photosynthese zum Stehen, die Winterruhe setzt ein.

Halten Sie die Pflanzen in dieser Zeit feucht aber nicht mehr im Anstau! Wöchentliches Gießen genügt, prüfen Sie ob ein Gießen überhaupt nötig ist.

Entfernen Sie alle abgestorbenen Pflanzenteile, bevor die Pflanzen in Winterruhe gehen. So wird die Schimmelgefahr, die bei niedriger Temperatur und wenig Licht besteht, minimiert.

 

Im Frühjahr, mit steigender Temperatur, benötigen die Pflanzen wieder mehr Licht! Sobald die Pflanzen neu austreiben, sollten sie vor nächtlichen Barfrösten geschützt werden. Nun bietet sich auch wieder die Anstaumethode zur Bewässerung an.

Im Frühjahr bildet die Pflanze dann ihren Blütentrieb. Dieser kostet die Pflanze viel Energie und sollte entfernt werden, falls man keine Samen ernten möchte. Die Pflanze reagiert mit deutlich schnellerem Fallenwachstum auf die Entfernung des Blütentriebs.

 

Falls Ihre Pflanze nicht selbstständig Insekten fängt, da sie z.B. auf der Fensterbank steht oder durch ihre Mutation keine funktionstüchtigen Fallen besitzt, empfiehlt sich in der Wachstumsperiode eine regelmäßige Blattdüngung. Damit wird das Wachstum optimal unterstützt und es gedeihen besonders kräftige Pflanzen.

Es sind noch Fragen offen geblieben? Kontaktieren sie uns doch einfach, gerne versuchen wir zu helfen!

 

Venusfliegenfalle
D. muscipula ' Triton '