Die richtige Kultur von Cephalotus (Zwergkrug)


Cephalotus follicularis
Cephalotus follicularis

Cephalotus follicularis, der Zwergkrug, stammt aus Südwestaustralien und komm dort nur in einem sehr begrenzten, küstennahen Gebiet vor.

Man findet diese Pflanze im lichten Unterholz, im feuchten Grasland und sogar direkt auf Klippen wachsend an der Küste. Mit Hilfe von Nektarduft und der beiden Flügelleisten an den Krügen werden Insekten auf direktem Weg zum Fallenrand gelockt und so gefangen.

 

An seinem Naturstandort durchlebt der Zwergkrug einen milden Winter und warmen Sommer. Dabei liegen die Temperaturen im Winten zwischen 5-15°C und im Sommer bis 30°C. Obwohl es mittlerweile viele verschienadrtige Kulturformen wie 'Hummer's Giant', 'Eden Black' oder 'Big Boy' gibt, handelt es sich immer um ein und dieselbe Art. Lediglich bestimmte Merkmal wie Größe oder Farbe führen zu diesen Formnamen. Dabei ist es oft, anders als bei Dionaea(!), mit bloßem Auge kaum möglich unterschiedliche Formen ohne Ettiketierung auseinanderzuhalten..

 

 

Kulturtipps:

 

 Auch erfahrene Züchter haben mit der Kultur dieser interessanten Pflanze  manchmal Probleme. Blattlausbefall ist sehr selten, problematischer sind Mehltau oder die gefürchtete Wurzelfäule. Wärend bei Mehltaubefall handelübliche Fungizide relativ problemlos Abhilfe schaffen ist die Wurzelfäule zu 99% der sichere Tod. Dabei beginnen Krüge und Blätter plötzlich einzufallen und erwecken den Eindruck, dass die Pflanze vertrocknet. Verursacht wird dieses Phänomen dadruch, dass der Pilz die Leiterbahnen in den Wurzeln verschließt und somit die Pflanze quasi "verdursten" lässt. Leider kommt meist jede Hilfe zu spät, wenn erst einmal erste Anzeichen dieses Befalls auftreten.

Der einzige wirkliche Schutz liegt daher in der Prävention. Beachtet man einige Faktoren in der Kultur, dann bereitet diese Pflanze seinem Besitzer durchaus viel und lange Freude.

Genau wie Darlingtonia, verträgt auch Cephalotus hohe Temperaturen im Wurzelbereich sehr schlecht! Um dies zu vermeiden gibt es mehrere Möglichkeiten. Beginnend bei der Verwendung großvolumiger Töpfe, sehr luftigem Substrat, schattiertem Standort bei hohen Außentemperaturen bis hin zur Verwendung von Tontöpfen, die als Klimaanlage fungieren.

Wir verwenden für besonders schöne Sammlungspflanzen die Tontopfvariante. Alle anderen Pflanzen stehen in Plastiktöpfen im Freien, geschützt vor Regen und direkter Sonne.

Gegossen wird dabei stets von oben wobei die Pflanzen mäßig feucht gehalten werden. Bei sehr hohen Töpfen (>15cm) verwenden wir auch das Anstauverfahren.

Als Substrat findet eine Torf, Perlite, Quarssandmischung im Verhältnis 2:2:1 Verwendung. Damit bleibt das Substrat locker und luftig wodurch ebenfalls der Bildung von Wurzelfäule vorgebeugt wird.

Im Winter wird eine Art Ruhephase durchlebt. Während dieser Zeit bilden die Pflanzen vorwigend ihre nichtcarnivoren Winterblätter.Einige Punkte müssen nun besonders beachtet werden.

Da mit sinkender Temperatur und weniger Licht die Gefahr von Schimmel steigt, sollten die Pflanzen deutlich trockener gehalten werden. Ebenfalls ist eine ausreichende Belüftung zu gewährleisten. Die Temperaturen sollten dabei die 15°C nicht dauerhaft übersteigen.

Cephalotus Blütenstand
Cephalotus Blütenstand

Im Frühjahr mit steigenden Temperaturen und längerer Tagesdauer beginnen die Pflanzen wieder Fangkrüge zu produzieren. Auch die Blütentriebe, an denen später zahlreiche sternförmige Blüten gebildet werden, treiben nun in die Höhe.

 

Eine leichte Blattdüngung wirkt sich positiv auf das Wachtum aus. Wir verwenden Fischfutterpresslinge, die in geringen Mengen direkt in die Krüge geführt werden. Hierbei gilt: Weniger ist Mehr!  Zuviel Futter führt zu Pilzbildung und gefährdet damit den gesamten Krug.

 

 

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